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Dez 31 2014

Betrachtungen zum Wessobrunner Gebet

Karl Michael Ranftl an der renovierten Stele mit dem Wessobrunner Gebet

Karl Michael Ranftl an der renovierten Stele mit dem Wessobrunner Gebet

Neuerscheinung anlässlich des Gedenkens seiner Aufzeichnung vor 1200 Jahren

Im 8. Jahrhundert wurde es von einem unbekannten bajuwarischen Poeten im germanischen Stabreim verfasst. Kurz und bündig, gewaltig und bilderreich kündet das althochdeutsche Gedicht „De Poeta“ vom „größten aller Wunder“ und preist den einen, allmächtigen und gütigen Gott, der schon war, als es Sonne und Mond, Himmel und Meer, Baum und Berg noch nicht gab: „Do dar niuuiht ni was enteo ni wenteo – als da Nichts war, keine Enden und Grenzen“.

Der 75-minütige Film dieser Video- und Booklet-DVD von Karl Michael Ranftl beginnt mit einem Textzitat aus den „Gläsernen Ringen“ von Luise Rinser und schließt mit einem Ausschnitt aus der Vertonung des Wessobrunner Gebets von Carl Orff. Diese Einrahmung mutet beinahe so an, als würden die Schriftstellerin und der Komponist Pate für diese innovative Veröffentlichung gestanden haben. Tatsächlich hatten beide eine besondere Verbindung zum geschichtsträchtigen Ort Wessobrunn sowie zum „Wessobrunner Gebet“.

Die „multimediale Pilgerfahrt“ vermittelt nicht nur kultur- und sprachgeschichtliche Informationen zum Thema, sondern nimmt den Betrachter poetisch, musikalisch und meditativ mit auf einen Weg, der an Orte und Plätze, Stellen und Quellen führt, die durch besondere Kraft gesegnet und für das literarische und geistliche Denkmal von besonderer Bedeutung sind. Ein übersichtlich gegliedertes Programm zusätzlicher Kurzvideos sowie ein umfangreiches und aufwändig gestaltetes Booklet mit Texten, Bildern und Noten laden dazu ein, den frühmittelalterlichen Schöpfungshymnus 1200 Jahre nach seiner Aufzeichnung neu zu erkunden und sich sprechend, singend, tanzend oder schweigend auf eine spirituelle und künstlerische Begegnung mit ihm einzulassen.

Mit den Betrachtungen, Erläuterungen und Interpretationen zum Wessobrunner Gebet möchte Karl Michael Ranftl einen Zugang zur zeitlos erhabenen Dichtung aus dem frühen Mittelalter erschließen, der zwischen Wunder und Wissenschaft, Kunst und Kontemplation, Muße und Meditation zur Mitte des Menschseins hinführen will. Dass dabei das Klingen der Steine, das Raunen der Bäume, das Murmeln des Wassers und Stimmen aus einer fast vergessenen Zeit eine unverzichtbare Rolle spielen, hat etwas mit dem Zauber und Geheimnis von Mythos und Mystik zu tun.

»Vom größten aller Wunder – Betrachtungen und Meditationen über das Wessobrunner Gebet«
Video- und Booklet-DVD, 18 €, versandkostenfrei
Bezug beim Verfasser:
Karl Michael Ranftl, Tel. 08806-476
www.kieselklang.net
E-Mail: Karl.Michael.Ranftl@Kieselklang.net

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