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Jul 31 2017

Digitalisiert in die Katastrophe

Foto: Anke Kern

Anke Kern

Während Ärzte und Wissenschaftler immer häufiger im Rahmen von internationalen Appellen vor der Mikrowellenstrahlung der digitalen Geräte und deren Nutzung warnen, die Presse dies weiterhin verschweigt, setzt unsere Bundesregierung auf ihre »Digitale Agenda«, nämlich unser ganzes Leben und unsere ganze Lebensumwelt durch und durch zu digitalisieren und somit zu verstrahlen. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer will sogar mit der Digitalisierung voranpreschen. Er fordert aktuell ein Ministerium für Digitalisierung auf Bundesebene.

Die Bundeskanzlerin ist der Meinung, dass der Mensch das größte Risiko sei. Dies äußerte sie kürzlich im Rahmen einer Argentinienreise vor Studenten. In 20 Jahren könne das autonome Fahren Realität sein und wir würden nur noch mit einer Sondererlaubnis manuell Auto fahren dürfen. In 20 Jahren sollen wir uns also mithilfe fahrender Computer, gelenkt durch unsichtbare, gesundheits- und umweltschädliche, gepulste Mikrowellenstrahlung durch die Gegend bewegen. Irgendjemand, den wir nicht kennen, übernimmt die Steuerung. Zigtausende Sendeanlagen müssen hierfür an den Straßen eingerichtet werden, sodass jeder Millimeter erfasst ist. Der frühere SPD-Politiker und Geheimdienstexperte, Dr. Andreas von Bülow, weiß, dass das US-Militär über eine Technologie verfügt, mit der man sich in die Lenkung von Flugzeugen einhacken kann. Man kann sich vorstellen, dass es mit Autos ein Leichtes sein wird, auch weil die Entwicklung von technischen Möglichkeiten stetig voranschreitet. Dann könnte man z. B. unbequeme Menschen vor den nächsten Baum lenken oder in den Gegenverkehr … War halt Selbstmord …

Nun ist auch die Digitalisierung der Kindergärten und Schulen beschlossene Sache. Koste es, was es wolle. Der Preis wird hoch sein. Mehr als das, was die Installation der Sendeanlagen und Endgeräte kostet, was ein Riesengeschäft für die Mobilfunk-Anbieter und Gerätehersteller bedeutet. „Wenn wir den Karren so weiter laufen lassen, wird das eine ganze Generation von digitalisierten Kindern in die Steinzeit zurückwerfen“, warnt die Bielefelder Uniprofessorin Teuchert-Noodt im Rahmen eines Vortrages an der Uni Darmstadt. Mit einer bereits abgeschlossenen Petition gegen die Digitalisierung von Kindertagesstätten und Kindergärten protestierten fast 70 000 Unterstützer. Der Wissenschaftler Prof. Dr. Manfred Spitzer, Autor des Buches »Digitale Demenz«, war einer der Erstunterzeichner. Eine noch laufende Petition der Gesellschaft für Bildung und Wissen e. V. wendet sich gegen die Ausstattung von Schulen mit WLAN. Die Verbraucherorganisation Diagnose Funk stellt eine Dokumentation von 52 Studien bereit, die negative biologische Effekte durch WLAN aufzeigt. Die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern interessiert dies offensichtlich nicht. Eine boomende Wirtschaft hat Vorrang.

Digitalisierte Kindergärten & Schulen

Mit der Digitalisierung der Kindergärten und Schulen ist die Digitale Agenda ja noch längst nicht abgearbeitet. Die funkgesteuerten Verbrauchsablesegeräte für Heizung, Strom und Wasser ziehen so nach und nach in alle Häuser ein, zusammen mit den Kühlschränken, die dem SmartPhone mitteilen, was fehlt, oder der Kochtopf, der mit dem SmartPhone bedient wird, die funkgesteuerte Kinderwiege, die WLAN-Barbie-Puppe, die Abschaffung des Bargeldes und die von Arbeitsplätzen (z. B. Computer ersetzen Kassiererinnen) und vieles mehr. In unseren Behörden läuft die Digitalisierung auf Hochtouren. Die Unterschrift für einen neuen Ausweis muss man nun auf einem digitalen Gerät leisten. Man weiß gar nicht, was man unterschreibt. Ein Katasteramt heißt plötzlich »Amt für Digitalisierung …«. Grundstücksurkunden sind nun alle digital erfasst. (Was geschieht eigentlich mit den Originalen?) Belege über Eigentum gibt es nur noch digital. Jeder Ausdruck kostet einiges, obwohl die Steuerzahlenden den digitalen Umbau der Behörden finanzieren müssen. Wie sieht es mit der Datensicherheit aus, da der Cyberkrieg ebenfalls auf Hochtouren läuft? KFZ-Meister sind häufig bei Störungen der mehr und mehr digitalisierten Autos, die gleichzeitig anfälliger für Störungen sind, ratlos wenn der angeschlossene Computer nichts anzeigt. Viele Fragen über den Sinn und Unsinn der Digitalisierung könnte man stellen.

Totale Überwachung durch Daten

Ein weiterer Aspekt der Digitalisierung ist der Aufbau eines totalen Überwachungsstaates. Bietet dieser für die politische Elite einen willkommenen Nebeneffekt oder war das von Anfang an der Plan? Ein bedeutender US-amerikanischer Regierungsberater, Zbigniew Brzezinski, schrieb bereits in den 1970er Jahren ein Buch, in dem er die »technetronische Ära« ankündigte, in der all unsere Daten gesammelt und gegen uns verwendet werden können.

„China experimentiert mit Formen einer digitalen Diktatur, die es so noch nicht gegeben hat und die sich selbst Orwell nicht vorstellen konnte“, so der Publizist und Sozialwissenschaftler Götz Eisenberg in einem aktuellen Artikel »Freiwillige digitale Knechtschaft«, erschienen auf der kritischen Website »NachDenkSeiten«. Über eine SmartPhone-App werden Daten über die Aktivitäten der Menschen im Rahmen eines Projektes, genannt »System für soziale Vertrauenswürdigkeit«, gesammelt und bewertet. Die Menschen werden in »gut« und »böse« eingeteilt und müssen mit den Folgen leben. Sie werden öffentlich benannt und geächtet. Bis zum Jahr 2020 sollen alle Chinesen erfasst sein. Plant die Machtelite dies auch für unsere Zukunft?

„In 20 Jahren sind wir ein Volk von Demenz-Kranken“, so 2001 eine Wissenschaftlerin im Bereich der Hirnwellenforschung. Das wäre dann 2021 der Fall, also in 4 Jahren. Haben wir nicht tatsächlich ein Problem mit der zunehmenden Zahl von Demenz-Kranken? Wie soll eine Gesellschaft damit umgehen, wenn ein Riesenheer von immer jünger werdenden Demenz-Kranken zu versorgen ist? Sollen wir glauben, dass es ein Mehr an Lebensqualität bedeutet, wenn wir vollkommen verblödet, an Krebs erkrankt und erblindend unser Leben vorzeitig beenden müssen? Wenn wir überall Mobilfunk aber kaum noch Bäume haben? Wenn keine Bienen und Insekten zum Bestäuben da sind? Ein lebenswichtiger Umweltfaktor, der elektromagnetische Ozean des Planeten Erde sei in Gefahr, so der bekannte Wissenschaftler und Arzt, Prof. Karl Hecht, in einem aktuellen Artikel der Fachzeitschrift »Die Naturheilkunde«, Ausgabe 1/2017. Kein Anlass zur Sorge?

Von den politisch Verantwortlichen ist derzeit kein Umdenken zu erwarten. Von der seit vielen Jahren von Ärzten und Wissenschaftlern geforderten Vorsorgepolitik ist weit und breit nichts zu sehen. Die Gesundheit von Menschen und von allem, was lebt, nimmt weiter Schaden. Wie groß das Gefährdungspotenzial für Mensch und Umwelt ist, kann man u. a. der Fülle der wissenschaftlichen Literatur entnehmen, die die »Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e. V.« und die Verbraucherorganisation »Diagnose Funk e. V.« zur Verfügung stellen. Es gibt Berge von Literatur, die die Schädlichkeit der gepulsten Mikrowellenstrahlung belegen. Wissen steht ausreichend zur Verfügung. Nur das Handeln zum Wohle aller steht noch aus.

Anke Kern, Kempten

 

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