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Jan 31 2012

Einen guten Rutsch … oder lieber doch nicht?

Bernhard Maier

Bernhard Maier

Staatliches Straßenbauamt Weilheim: Pannen am laufenden Band? Oder wissen sie nicht, was sie tun?

  • Die Verärgerung von Hohenpeißenbergs Bürgermeister (laut Schongauer Nachrichten vom 25.11.2011) ist nachvollziehbar. Es gibt seit vielen Monaten widersprüchliche Meldungen zum Ausbau der Umgehung B472 von Peißenberg nach Hohenpeißenberg. Landrat Dr. Zeller wollte von Verkehrsminister Ram­sauer wissen, ob der Bund die Gelder für den Ausbau dort verweigert (Kreisbote vom 24.8.2011). Vor einer »Überplanung« stellte der Leiter des Staatlichen Bauamts fest, dass der Hang dort „schon immer kritisch“ gewesen sei und deshalb ab November 2011 begonnen würde, den Hang mit 700 Bohrpfählen zu „verdübeln“ (Schongauer Nachrichten vom 17.9.2011 und Kreisbote vom 21.9.2011). Die Gleitfuge, die den Hang zum Rutschen bringt, sei aber erst jetzt erkannt worden. In der letzten Mitteilung des Staatlichen Bauamts Weilheim hieß es, dass sich die „Bauarbeiten wohl auf nächstes Jahr verschieben“ (Schongauer Nachrichten vom 23.11.2011). Begonnen wird dann mit 700 Bohrpfählen zur Sicherung am Hohenwart-Hang.
  • Die Pannen beginnen bei der Unterführung der Südspange Weilheim – ein Unsinn im Quadrat. Schon damals war bekannt, dass es die Möglichkeit eines Kreisverkehrs gibt (ähnlich wie in Weilheims Partnerstadt Narbonne). Die Unterführung ist durch Grund­wasser gefährdet, trotz Pumpenanlage, und es fehlt eine sinnvolle Abbiegemöglichkeit von der B2 kommend in Richtung Peißenberg/Schongau. Möglich wäre auch eine Vorfahrtsregelung zugunsten des Verkehrs nach Peißenberg/Schongau.
  • Eine weitere Unterführung (für Fußgänger) wurde in Oberhausen an der Kreuzung nach Berg gebaut, ebenfalls vom Grundwasser betroffen. An dieser Straßenkreuzung wäre auch ein Kreisverkehr möglich gewesen.
  • Beim Tunnelbau für die Garmischer Ortsumfahrung (»Kramer-Tunnel«) führten offenbar fatale Fehleinschätzungen zum Baustopp (Münchner Merkur vom 3.11.2011). Lockergestein und Grundwasserprobleme machen dort einen Durchbruch vorerst unmöglich. Wozu wurden eigentlich Voruntersuchungen geführt, wenn nach knapp 600 Metern Tunnelbau der Bau stillsteht?
  • Wer die Planung und Leitung für den Auerberg-Tunnel zwischen Eschenlohe und Oberau ausführt (laut Münchner Merkur vom 27.4.2011) ist mir nicht bekannt. Hoffentlich werden nicht die gleichen Fehler gemacht wie beim Kramer-Tunnel.
  • Der Bau der Ortsumgehung Saulgrub war auch mit Schwierigkeiten und Planungsfehlern verbunden. Der neue Straßenabschnitt musste nachträglich abgesenkt werden, obwohl dies anfangs vom Staatlichen Bauamt bestritten worden ist (Schongauer Nachrichten vom 10.10.2011 und Kreisbote).
  • Erwähnenswert ist auch der teilweise fehlende Lärmschutz an der Peißenberger Umgehung der B472 und die fehlende Anbindung des Schongauer Papierkonzerns UPM an die Umgehungsstraße.
  • Das bayerische Fernsehen berichtete am 17.11.2011 darüber, dass die Staatsstraße 2055 von Dießen nach Rott ausgebessert und höher gelegt wurde. Offenbar zu hoch! Denn seither ist der Seitenstreifen nicht mehr befahrbar und kein Busverkehr mehr möglich, wegen fehlender Ausweichmöglichkeiten. Jetzt muss nachgebessert werden. Auch hier war das Staatliche Bauamt Weilheim mit Baudirektor Grafwallner an der Spitze zuständig.

Bei so vielen »Pannen« drängt sich natürlich die Frage auf, wie es dem Herrn Amtsleiter Grafwallner samt seinen Mitarbeitern und Unterstützern aus der Kommunalpolitik immer wieder gelingt, diese eklatanten Fehl­leistungen zum Schaden unseres Gemeinwesens durchzusetzen. Und inwieweit leiden diese offenbar unangreifbaren Verantwortlichen an einem kaum noch überbietbaren Realitätsverlust? Das muss doch mal gefragt werden dürfen, meint

Bernhard Maier aus Peiting.

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