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Mrz 31 2011

EU lässt illegale Gentechnik ins Tierfutter!

Die EU-Länder haben am 22. Februar entschieden, dass Futtermittel künftig mit Bestandteilen illegaler Genpflanzen verunreinigt sein dürfen. Über 77.000 Menschen wollten mit einer Unterschriften-Aktion die Gentechnik-Pläne der EU-Kommission stoppen. Agrar- und Verbraucherministerin Aigner ließ ihren Vertreter trotz dieser Protestaktionen für das Ende der bisher geltenden Null-Toleranz-Regelung stimmen.

Am Dienstag, 22. Februar 2011, haben die EU-Länder entschieden, dass Futtermittel künftig mit Bestandteilen illegaler Genpflanzen verunreinigt sein dürfen. Während des Dioxin-Skandals versprach Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner, Gift aus Futtermitteln zu verbannen. Doch jetzt ließ sie ihren Vertreter in Brüssel die Hand heben für das Ende der bisher geltenden Null-Toleranz-Regelung. Futtermittel dürfen künftig mit Bestandteilen von illegalen Gentech-Pflanzen verunreinigt sein. Selbst nirgendwo auf der Welt zugelassene Gentechnik kommt damit über Milch, Käse, Fleisch und Eier auf unsere Teller!

Nach der bisherigen Null-Toleranz-Regelung durfte eine Ladung Mais oder Soja nicht verwendet werden, sobald in ihr Bestandteile von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) nachgewiesen werden, die in der EU nicht zugelassen sind. Das ist den Futtermittelherstellern und -lieferanten ein Dorn im Auge. In Brüssel haben sie all ihre Lobbymacht spielen lassen, um die Kommission zur Einführung eines Grenz­werts von einem Promille zu bringen. Nicht zugelassene GVOs kommen jetzt also ins Tierfutter – das dulden nicht einmal die gentechnikfreundlichen Vereinigten Staaten.

Damit unterstützt Verbraucherministerin Aigner nicht die Verbraucher, sondern die Futtermittelindustrie. Und diese Entscheidung ist womöglich erst der Anfang. Als nächstes will die Gentechnik-Lobby die EU-Kommission dazu bringen, künftig auch die Verunreinigung von Lebensmitteln und Saatgut mit Bestandteilen illegaler Genpflanzen zu genehmigen und die Grenzwerte nach oben anzupassen.

Die Auseinandersetzung um die NullToleranz-Regelung ist vorerst verloren. Doch Ministerin Aigner wird mit Protest rechnen müssen, sollte sie in den nächsten Monaten ihre gentechnikfreundliche Politik fortsetzen. Campact will den Gen­technikkurs von Bundesregierung und Europäischer Union kritisch verfolgen und zum richtigen Zeitpunkt wieder zu Protest-Aktionen aufrufen.

Quelle: campact

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