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Dez 31 2015

Methoden, die uns auf Linie bringen

Wie die Leitmedien Meinung machen

Wie die Leitmedien Meinung machen

Der Begriff »Querfront« soll alle diffamieren, die nicht spuren

Meinungsmache bestimmt wesentlich die politischen Entscheidungen, meint Albrecht Müller von den NachDenkSeiten (NDS). Darüber hat er auch einige Bücher geschrieben. In Vorträgen bringt er treffende Beispiele, wie es gelungen ist, durch Kampagnen in nahezu allen perfekt abgestimmten Leitmedien die öffentliche Meinung und damit auch die vom Volk gewählten Vertreter auf Linie zu bringen.

Wenn etwa im Presseclub die Rente mit 65, 67 oder 70 »diskutiert« wird und alle Gäste samt Gastgeber (wie z. B. bei Jörg Schönenborn am 15.8.2010) sagen, dass das Renteneintrittsalter dringend erhöht werden muss, dann spielt es keine Rolle, was der große Rest der Zuschauenden dazu meint. Denn: „Wer über viel Geld und/oder publizistische Macht verfügt“, sagt Müller, der früher in leitender Position den Wahlkampf für Willy Brandt organisierte, „kann politische Entscheidungen massiv beeinflussen.“

In dieser von Medien und Geld geprägten Gesellschaft entstehen demzufolge erhebliche Nachteile für Arbeitnehmerschaft, Gewerkschaften, Arbeitslose und übrigens auch für den sogenannten Mittelstand.
Besondere Skepsis, so Albrecht Müller, sei angesagt, wenn uns permanent erzählt wird: Banken sind systemrelevant, die Bankenkrise ist eigentlich eine Staatsschuldenkrise, der demografische Wandel erzwingt die private Altersvorsorge, wir schrumpfen und vergreisen …

Dieser letztgenannte »Dauerbrenner« dürfte allerdings angesichts hoher Zuwandererzahlen vorerst vom Tisch sein.

Die neue Kampagne, die jetzt auf uns einschlägt, heißt »Querfront«. Da werden Strömungen, die als links (TTIP-Gegner) oder rechts (Pegida-Anhänger) gelten, einfach unter einen Hut gebracht. Wie schon im letzten OHA dargestellt, werden die Rechten zu den heimlichen Anführern der TTIP-Proteste gemacht. „Die Kampagne gegen den Freihandel ist wie auf dem braunen Mist gewachsen“, schreibt z. B. der SPIEGEL.

Es gab und gibt also ein mächtiges Trommelfeuer für Liberalisierung, Deregulierung, Privatisierung, verbunden mit dem Hinweis, dass der Staat zu viel Geld verschleudert und die Wirtschaft ausbremst. Da lohnt es sich, immer wieder genau hinzuschauen!

Sigi Müller, Schongau

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