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Apr 30 2012

Mobilfunkstrahlung schädigt Bäume – kein Handlungsbedarf?

Bahnhofsplatz Erlangen

Erlangen, Bahnhofsplatz: die Robinien links und rechts weisen senderseitig Kronenschäden auf.

Anke Kern

Anke Kern

Seit mehreren Jahren widmet sich die Bamberger Ärztin, Dr. med. Cornelia Waldmann- Selsam, dem Anliegen, auf die Schädigung der Bäume durch Mobilfunksender aufmerksam zu machen. Akribisch genau, versehen mit Fotos der Bäume sowie anhand von Luftaufnahmen dokumentiert sie die Baumschäden in zahlreichen Städten. Seit mehreren Jahren schickt sie diese Unterlagen immer wieder an Behörden inkl. Forstverwaltungen, an politische Entscheidungsträger, auch an unsere Bundeskanzlerin und an Umweltschutzorganisationen, den Bayerischen Waldbesitzerverband, Landeskriminalamt, Polizei und viele weitere Institutionen. Alle Bundestagsabgeordnete sowie alle bayerischen Landtagsabgeordnete sind über den Verdacht von Wald- und Baumschäden durch die Mikrowellenstrahlung von Mobilfunksendern informiert. Das letzte Schreiben der Bamberger Ärzteinitiative, deren Ansprechpartnerin sie ist, ging mit Schreiben vom 15. März 2012 an Herrn Ministerpräsident Seehofer, an Herrn Minister Herrmann und an alle bayerischen Landtagsabgeordnete. Beigefügt sind klare Belege von Baumschädigungen in Verbindung mit den Sendern. Auf einem Foto sieht man sogar ganz genau, dass sich das Lebewesen Baum vor dem Strahl zu verstecken sucht. Er biegt sich weg.

Wenn sie einmal Antwort bekommt, was äußerst selten ist, dann wird sie darber informiert, dass man keinen Handlungsbedarf erkennen könne. Ähnlich ging es schon dem früheren Siemens-Entwicklungsingenieur Dr. Wolfgang Volkrodt, der in den 80er Jahren Behörden und Bevölkerung wachrütteln wollte.

Erlangen Moehrendorfer Straße

Auf der dem Sender zugewandten Seite zeigen sich deutliche Schäden.

Er dokumentierte dem Bundesamt für Strahlenschutz wie Radar- und Richtfunksender den Wald schädigen. Auch damals sah man dort keinen Handlungsbedarf. Herr Dr.-Ing. Volker Schorpp referierte im Rahmen einer Anhörung im Bundesamt für Strahlenschutz am 2. August 2006 über Baumschäden durch Mobilfunk. Auf der Internetseite des Vereins Puls-Schlag stellt er einen wissenschaftlichen Beleg über Baumschäden durch Mobilfunk vor: www.puls-schlag.org/dvd-3.htm.

Auch die Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e. V. stellt online einen Forschungsbericht »Wirkungen elektromagnetischer Strahlung auf Pflanzen« kostenlos zur Verfügung: www.kompetenzinitiative.net.

Kürzlich ist es der Ärztin gelungen, einige Wissenschaftler einer großen deutschen Forschungsinstitution zu sensibilisieren. Sie wollen ein Forschungsprojekt starten. Aber unser Bundesamt für Strahlenschutz… Darf man mal fragen, was denn die 750 Beamten und Angestellten dieser Behörde den ganzen Tag tun? Damit beschäftigt sein, keinen Handlungsbedarf zu erkennen?

Anke Kern, Kempten

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