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Jun 30 2017

Schongau: Stadtrat begrüßt Wohnraum- und Flächenmanagement

Foto: Bettina Buresch

Bettina Buresch

Bezahlbarer Wohnraum ist dringend erforderlich

Erfolgreicher Antrag der Alternativen Liste Schongau (ALS)

Keine Stadtplanung ohne verlässliche Zahlen – so knapp lässt sich meine Forderung zusammenfassen. Angesichts immer lauter werdender Rufe nach neuen Wohngebieten am Stadtrand, war es höchste Zeit, einen entsprechenden Antrag zu formulieren. Das ist kein „gewohnheitsmäßiges Verhindern“, das man der ALS gern vorwirft – in diesem Fall des Projekts »Schongau Nord« – sondern viel mehr: die Schaffung von dringend nötigen Entscheidungsgrundlagen, auch für den längst überfälligen neuen Flächennutzungsplan.

Ein Auszug aus dem ziemlich umfangreichen Antrag:

„Schongau braucht ein Flächen- und Wohnraummanagement, um dem weiteren Flächenverbrauch aktiv gegenzusteuern. Der demographische Wandel, aber auch der Schutz der Ressource »Boden«, gebietet es, vorrangig Baulücken, freie Baugrundstücke und leer stehende Bausubstanz in den Ortslagen sinnvoll zu nutzen. Wenn das Siedlungsgefüge der Stadt nicht dauerhaft beschädigt werden soll, muss anstelle der Ausweisung neuer Bauflächen auf der »Grünen Wiese« eine nachhaltige Siedlungsentwicklung forciert betrieben werden. Diese beruht auf Innenentwicklung, Konsolidierung und qualitätvoller Aufwertung des Stadtkerns.

Um die Siedlungsentwicklung zukünftig konkret nach »innen« lenken zu können, soll ein neues Informationssystem aufgebaut werden: ein Gebäude- und Flächenkataster. Ziel ist, mit diesem Instrument künftig die Siedlungsentwicklung in den Stadtteilen dynamisch zu steuern. Dafür müssen Art und Umfang der Innenentwicklungspotenziale ermittelt werden.

Das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen und die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern möchten mit der Arbeitshilfe Kommunales Flächenressourcen-Management Kommunen dazu anregen, möglichst viele öffentliche und private Flächen zu mobilisieren, um keine neuen Baugebiete ausweisen zu müssen.

Damit soll auch in der Stadt Schongau das Ziel Innenentwicklung nachhaltig gefördert werden. Maßgebliche Zielsetzungen des kommunalen Flächenressourcen-Managements sind:

  • die Mobilisierung von Gewerbe- und Wohnbauflächen im bebauten Stadt­gebiet;
  • die Erhaltung bzw. Steigerung der Grundstückswerte im bebauten Stadtgebiet;
  • die Vermeidung dauerhafter Umweltschäden.

Die zentralen Aktivitäten des kommunalen Flächenressourcen-Managements sind

  • eine aktuelle Flächen- und Nutzungs­dokumentation aufzustellen,
  • vorhandene Baulücken zu aktivieren,
  • leer stehende Bausubstanz wieder zu nutzen,
  • vorhandene Baugebiete nachzuverdichten.“

Nicht nur aus Sicht der ALS ist die 15:6 Zustimmung zu diesem Antrag ein Erfolg – vor allem profitiert Schongau. Solide Zahlen statt Bauchgefühl: nur so können bei zukunftsweisenden Entscheidungen Fehlentwicklungen vermieden werden.

Bettina Buresch

Den kompletten Antrag mit Begründung gibt’s zu lesen auf der Homepage der Alternativen Liste: als-schongau.de

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