Was haben folgende Honoratioren der Weltgeschichte gemeinsam? Angela Merkel, Queen Elizabeth II., Shakespeare, Goethe, Kaiser Augustus, Mona Lisa, Kaiser Franz Josef und weitere Personen? – Es gibt sie als knallgelbe Gummientchen! Das konnte ich bei einer Frau im Auto sehen, die eine ganze Menagerie dieser Tierchen dort sitzen hat. Derartige Entdeckungen kann ich nicht planen und um so mehr freue ich mich über solch nette Begebenheiten.
Ja, das mit einem Plan ist so eine Sache. Wie sagte doch Bertold Brecht so weise: „Ja, mach’ nur einen Plan, sei nur ein schlauer Wicht und mach’ noch einen zweiten Plan, geh’n tun sie beide nicht.“ Das konnte ich einmal mehr selbst feststellen. Ein geplanter Tag mit Bogenschießen fiel aufgrund zu weniger Anmeldungen aus. Dann hätte es einen Singtag mit Kathi Stimmer gegeben, bei dem ich mich abmeldete, als ich erfuhr, dass in Wielenbach eine Demonstration gegen den Wahnsinnsausbau der B2 stattfindet. So war ich also dort dabei.
Es ist erschreckend, was alles – laut Demokratie angeblich im Namen des Volkes – angestellt wird und wogegen wir uns als vernunftbegabte Menschen einsetzen müssen um möglichst Mutter Erde, also Lebensgrundlagen insgesamt, sowie das schöne Oberland zu erhalten. Und wie es mit dem geplanten Verkauf eines Teils des Dorfangers in Unterhausen an einen Investor weitergeht, werden wir sehen.
Zu Investoren: Erschreckend war die Mitteilung, dass in Spanien die 87jährige Maricarmen aus ihrer Wohnung getragen wurde, die dort seit siebzig Jahren lebte. Ein Investor hatte diese Wohnung gekauft und die Miete auf vierhundert Prozent erhöht, so dass sie das sehr wahrscheinlich nicht bezahlen konnte, jedoch verständlicherweise auch nicht auszog. Manche Zeitgenossen scheinen weder ein Gewissen zu haben, noch kennen sie Empathie, da ihnen ihr finanzieller Profit über alles geht.
Letzte Nacht auf einer längeren Fahrstrecke stellte ich zudem fest, dass die Aufrufe, laut Planung, nachts die Wildtiere nicht mit Aktivitäten wie Fackelwanderungen und weiterem draußen zu stören und sie in Ruhe zu lassen, Bauern scheinbar ausnehmen. Denn nicht wenige sind auch nachts mit riesigen Bulldogs und entsprechenden Scheinwerfern auf Wiesen und Feldern unterwegs. Weshalb das nötig ist, kann ich nicht sagen. Vermutlich sind Landwirte häufig auf ihrem Betrieb und dazu noch angestellt tätig, um finanziell möglichst gut über die Runden zu kommen, so dass ihnen immer wieder nur nachts die Arbeit draußen bleibt.
Zu hinterfragen sind auch die Pläne der Bundesregierung hinsichtlich Pflege und weiteren anstehenden Entscheidungen. (Wobei die Aktienverlustgeschäfte diverser Krankenkassen mit Versichertenbeiträgen eventuell Veruntreuung von Geldern und somit vermutlich ein Verbrechen ist.) Ebensowenig darf es sein, dass Pharmafirmen Patente auf lebensnotwendige Medikamente erhalten und enorme Gewinne damit erzielen. medico international setzt sich völlig zu Recht für die Aufhebung eines solchen Patentschutzes ein. Leben zu schützen und zu retten steht vor finanzieller Bereicherung. Oder?
Zur Müllentsorgung gibt es die aktuelle Broschüre „EVA-Info“ mit wieder sehr aufschlussreichen Texten. Völlig unverständlich ist, dass es Zeitgenossen gibt, die absolut nicht mitdenken wenn es um ihren Abfall geht. Wie kann es sein, dass intelligente (?) Menschen Elektroschrott im Hausmüll entsorgen? Vor allem Lithium-Ionen-Akkus führen immer wieder zu Bränden und es ist klar, dass Versicherungen das Risiko der Entsorgungs- und Sortieranlagen eventuell bald nicht mehr übernehmen, weil nicht mehr tragen können.
Das Gesetz dazu, das von „Oben“ gemacht und denen „Unten“ aufgedrückt wurde, ist höchst fragwürdig. Hier machen sich manche Verantwortliche wieder einmal einen schlanken Fuß weil sie keine sinnvolle Lösung für das Problem haben, Denn wie sonst ist es erklärbar, statt gute Alternativen für die Akkus zu suchen und zu finden die ungefährlich sind, die Kosten dafür teils auf die Gebührenzahler abzuwälzen?
O mei. Es gibt sooo viele Bereiche, in denen etwas im Argen liegt und bei denen wir wachsam zu sein haben, um Gegenwart und Zukunft für alle so gut wie möglich (mit-)zugestalten. Denn was wir tun oder nicht tun – alles wirkt sich auf irgendeine Art aus. Logischerweise.
Gott sei Dank gibt es auch Schönes, bei dem gleichgesinnte, positiv gestimmte Menschen zusammenkommen! So bin ich morgen wieder beim Jodelkurs der Vhs Murnau mit Sylvia Richard-Färber dabei, plane zudem für nächstes Jahr einmal mehr, mit Barbara Lexa auf der Reiser-Alm bei Lenggries mindestens einen Jodeltag zu verbringen. Beides kann ich nur empfehlen, um sich hin und wieder aus dem Alltag auszuklinken, dabei Freude und Energie neu aufzutanken.
Irmgard Deml, Weilheim




