Category: Stücke aus Haiti

Versuch eines Resümees – oder »Hat’s denn was geholfen?« (16)

Mein »vorerst« letztes Stück! Im vorerst letzten Stück aus Haiti muss ich zunächst eine Präposition richtig stellen. Dieses Mal müsste die Überschrift eigentlich Stück »über« und nicht »aus« Haiti lauten, denn ich bin wieder zurückgekehrt. Das erklärt auch den Zusatz »vorerst« letztes Stück. Nach drei intensiven und spannenden, aber auch sehr anstrengenden und ermüdenden Jahren …

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Ende der Trockenzeit – Wasser ist Leben (14)

Schon Anfang März hat es mehrmals geregnet Während in Deutschland der nicht stattgefundene Winter zu Ende geht, ist hier das Ende der Trockenzeit in Sicht. An der Südostseite der Bergkette, wo ich arbeite, lässt der Regen immer noch etwas länger auf sich warten, denn die ersten Wärmegewitter und Wolken, die das ersehnte Nass bringen, regnen …

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»Desan Potoprèns« – Runter nach Port au Prince (13)

Eine meiner üblichen Fahrten quer durchs Land [important] Meine Mitfahrer: Fritzner, zirka 45, Amerikaner haitianischer Herkunft, Inhaber einer Consultingfirma, die für das Projekt eine Marktstudie macht; sympathisch Andreus (»Andreüs«), 53 einer unserer Vorbild-Bauern, doch lokal nicht beliebt Sevenson, sein 11-jähriger Sohn, wirkt überdurchschnittlich intelligent Amando, 25, Lehrer an der Schule Mara, bei Mare Rouge, eher …

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Bilder vom Wald – und ein Besucher aus Frankreich (12)

Was soll ich aus Haiti nach Deutschland schreiben, frage ich einen haitianischen Kollegen. „Dass wir warten“, antwortet er. Auf was? „Dass der Präsident stirbt!“ Nach über zwei Jahren zusammen arbeiten und wohnen kenne ich ihn so gut, dass ich ohne weitere Worte verstehe, dass er kein Attentat im Kopf hat, sondern ausdrückt, dass der Fisch …

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»Essen machen« – ein primäres Bedürfnis (11)

Auf Kreyol lautet der Begriff für das Bebauen des Ackers mit den Hauptkulturen Mais, Bohnen, Kartoffeln und Weizen »fè manje«, also »Essen machen«. Gemüse dagegen wird vorwiegend für den Verkauf produziert. Und so besteht das warme Essen, das bei Versammlungen, die länger als zwei Stunden dauern, obligatorisch ist, kaum aus Gemüse. Dafür aber aus ein …

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Armut in Farbe (10)

Ein weiteres, aber anderes Stück Haitis soll dieses Mal, abseits von „meinen“ Bergen und Bauern ein Thema im urbanen Raum beleuchten. Den folgenden Text habe ich zusammen mit einer deutschen Freundin aus Port au Prince erstellt. Im Rahmen ihrer Arbeit für ein nationales Menschenrechtsnetzwerk besucht sie auch Zeltlager und Slums und hat nach einem dieser …

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Hinter dem Berg ist ein Berg … (9)

Hinter dem Berg ist ein Berg: »deyè mòn se yon mòn« … … so lautet ein haitianisches Sprichwort und drückt viele Befindlichkeiten gleichzeitig aus. Meist sagt man damit, dass eine Sache sehr mühsam oder langwierig ist. Gestern, nach 9 Stunden „en route“ retour in die Stadt, war ich abends noch bei einer Filmvorführung in einer …

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