A wie … Ameisen

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Irmgard Deml, Weilheim

Es ist schon sehr seltsam, oder? Wie kann es sein, dass sich – anscheinend – so viele Menschen vor einem winzigen, nur unter dem Elektronenmikroskop sichtbaren Virus fürchten, aber nicht vor einem Impfstoff mit unabsehbaren Nebenwirkungen und vor allem mit möglichen, meist gar nicht in Erwägung gezogenen, Spätfolgen?

Völlig unsichtbare Strahlung scheint nur im Fall von Atomreaktoren Angst zu machen, aber nicht wenn es um Smartphones, Smarthome, Headsets und Ähnliches geht. Auch bei dieser helfen unsere Sinne nicht weiter, bis wir feststellen, dass sie krank macht. Nur will das weltweit kaum jemand wahrhaben. Wie es bei Nikotin und anderen Inhaltsstoffen von Zigaretten et cetera, Blei im Benzin oder bei Asbest der Fall war. Wie lernfähig sind wir Menschen und welche Zeiträume braucht es, um aus dem WISSEN, was für uns schädlich oder gar tödlich ist, zu lernen (lernen zu wollen)?

Der aktuelle Fall von Schweinepest in Deutschland gehört ebenfalls in diesen Bereich. Wie viele Geschöpfe, vor allem aus Massentierhaltung mussten schon – häufig vorbeugend – ihr Leben lassen, da wieder einmal Vögel, Rinder oder eben Schweine durch Erkrankung bedroht waren? Der Einfuhrstopp von anderen Ländern für deutsches Schweinefleisch ist eine logische Konsequenz. Globalisierung – na, wer diese einzig positiv sieht, hat wohl meist beide Augen und Ohren geschlossen, um die Realität nicht wahrnehmen zu müssen. Nur: Sie holt uns alle immer wieder ein.

Wann begreift »der Mensch« an sich, dass er nicht allmächtig ist, dass er absolut nicht die Fähigkeit hat, überhaupt irgendetwas zu erschaffen (er kann immer nur mit dem arbeiten, was bereits vorhanden ist) und die Natur sinnvoll zu beeinflussen? Viren lassen sich vermutlich nie durch Impfungen, vor allem aber nicht durch das Schüren von Ängsten, durch Druck und Zwang gegenüber Menschen eliminieren, da die Erreger, wie wir von der Influenza her wissen, sehr wandlungsfähig sind. Es könnte jedoch sein, dass das prominenteste Opfer der »Corona-Maßnahmen« in etlichen Ländern die Demokratie ist/wird.

Diese ist nicht erst seit jetzt in Gefahr, denn Meinungsfreiheit und Wahrheiten werden auch bei uns häufig nicht akzeptiert beziehungsweise ausgeblendet und so wie teils die Organisation »foodwatch«, die sich um die Sicherheit unserer Lebensmittel verdient macht, steht aktuell das »Umweltinstitut München« (UIM) sogar unter politischem Druck. 2017 hat es auf den hohen Pestizideinsatz in der Landwirtschaft in Südtirol aufmerksam gemacht, was dort gar nicht gut ankam und nun wurde Anzeige gegen das UIM erstattet mit für dieses nicht absehbaren, vor allem finanziellen Folgen. Dabei geht es um unser aller Lebensgrundlagen und Gesundheit, wie bereits im Film »Das Wunder von Mals« 2018 dargelegt wurde, der ebenfalls Angriffe gegen engagierte Bürger*Innen aufzeigt.

In einer Demokratie sollte es so sein, dass der Wille des Volkes zählt und von den »Volksvertretern« (jemand meinte kürzlich »Volkszertreter«) umgesetzt wird, aber anscheinend werden vor allem Menschen, die mit dem Strom schwimmen, sich um soziale Werte (sozial = füreinander etwas tun, nicht miteinander) wenig scheren, bevorzugt. Ansonsten wäre unter anderem das Missverhältnis zwischen »Arm« und »Reich« nicht derart immens, wie es ist. Gerade in Bezug auf die Auswirkungen der gegenwärtigen »Krise«, die nicht nur nach meinem Empfinden einem Wahn entspringt, ist es dringend nötig, die (auf Deutschland bezogen) 99 % der Menschen zu entlasten, die nicht über eine Million Euro oder mehr verfügen.

So wie es seit Langem aussieht, arbeitet die Masse des Volkes fleißig wie die Ameisen, um den Reichtum einiger Weniger noch zu vergrößern. Daher begrüße ich die Forderung des VdK nach einer einmaligen Vermögensabgabe absolut.[1] Diese ist meiner Meinung nach wohldurchdacht und prangert an, dass die deutsche Steuerpolitik große Vermögen schont. Vor allem ist es schon längst überfällig, dass internationale Konzerne, die hierzulande Milliardenumsätze machen, dafür auch hier Steuern zahlen!

Auch bei uns werden die Ergebnisse der nächsten Wahlen zeigen, wie viele Menschen sich wirklich Gedanken machen und sich tatsächlich informieren, bevor sie ihre Kreuzchen auf Wahlzetteln machen.

Irmgard Deml, Weilheim



Quellenangaben / Hinweise
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  1. VdK-Zeitung, September 2020

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