ARD-Mitarbeiter Ole Skambraks will nicht mehr schweigen

Seine kritischen Äußerungen zu 1,5 Jahren Corona sind beachtenswert

In einem offenen Brief äußert sich ein ARD-Mitarbeiter kritisch zu anderthalb Jahren Corona-Berichterstattung: Ole Skambraks arbeitet seit 12 Jahren als redaktioneller Mitarbeiter und Redakteur beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Sein langer Brief vom 5. Oktober 2021, der bei multipolar[1] in voller Länge veröffentlicht wurde, trägt die Überschrift »Ich kann nicht mehr« und beginnt mit den Worten: „Ich kann nicht mehr schweigen. Ich kann nicht mehr wortlos hinnehmen, was seit nunmehr anderthalb Jahren bei meinem Arbeitgeber, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk passiert.“

Skambraks bedauert zutiefst, dass die in den Statuten und Medienstaatsverträgen verankerten Vorgaben wie »Ausgewogenheit«, »gesellschaftlicher Zusammenhalt« und »Diversität« in der Berichterstattung nicht beachtet würden und genau das Gegenteil praktiziert werde.

Er verweist auch auf einige Fachleute und Experten wie z. B. den Facharzt, Epidemiologen und langjährigen Gesundheitspolitiker Wolfgang Wodarg, der u. a. bis zur Coronakrise im Vorstand von Transparency International war und 2010 als Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Europarat den Einfluss der Pharmaindustrie bei der Schweinegrippe-Pandemie aufgedeckt hat.

Vor Corona durfte Wodarg seine Auffassung in den öffentlich-rechtlichen Medien noch persönlich vertreten. Seit Corona geht das nicht mehr. Und vielen anderen Kritikern sei es ähnlich ergangen. Oft werde das Argument angeführt, dass die kritischen Stimmen „eine kleine, nicht beachtenswerte Minderheit darstellen, denen man aus Proporzgründen nicht zu viel Platz einräumen dürfe“.

Ole Skambraks’ Brief enthält auch eine sehr aufschlussreiche »Liste der ungereimten und offenen Fragen«, die in der öffentlichen Diskussion wenig Beachtung finden bzw. ganz ausgeklammert werden. – Ein letzter Satz hierzu aus seinem offenen Brief: „Dabei ist nicht aufschlussreich, was alles im öffentlich-rechtlichen Rundfunk diskutiert wird, sondern was unerwähnt bleibt.“

Sigi Müller, Schongau



Quellenangaben / Hinweise
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  1. multipolar-magazin.de/artikel/ich-kann-nicht-mehr
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