Aus meinem Tagebuch 08/2019

Heute bin ich mit dem Rad die Säulingstraße entlang Richtung Innenstadt gefahren. Es ist der vorletzte Schultag vor den Ferien. Mir entgegen kommt ein Schüler, ebenso auf einem Fahrrad. Er fährt freihändig, sogar mit verschränkten Armen, und hat Stöpsel in den Ohren. Hinter mir höre ich einen Automotor aufheulen. Das Auto fährt in diesem Tempo-30-Bereich nach meiner Einschätzung fast doppelt so schnell wie erlaubt und ziemlich nah an mir vorbei. So eine Situation erlebe ich ja öfters. Aber der megacoole Radfahrer hat mich irgendwie fasziniert und beschäftigt mich gedanklich noch länger. Was bringt ihn dazu, so zu tun, als wäre diese Art zu radeln das Normalste auf der Welt. Zu den Stöpseln würde auch noch das Handy in der Hand passen. Das wäre dann eine fast zirkusreife Nummer. Warum gibt es eigentlich in mir keinen Drang, sowas auszuprobieren? Bin ich zu ängstlich oder ungeschickt? Ich denke noch mal drüber nach!

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