Schongau: Sozialraumanalyse – Zuschüsse – Tauben

Die für Schongau wichtigsten Ergebnisse der Sozialraumanalyse des Landkreises wurden im Stadtrat vorgestellt.

„Menschen mit geringem Einkommen können sich in Schongau durchaus noch ansiedeln“, sagte Herr Wachtler vom Landratsamt in seiner speziell auf Schongauer Verhältnisse bezogenen, verkürzten Präsentation. Schongau sei kein „Krisengebiet“; Gewalttaten kämen kaum vor. Die Arbeitslosigkeit liege „quasi bei null“. Die Themen »Geringverdiener«, »prekäre Jobs« spielten in der Analyse allerdings keine Rolle.

Einige Ratsmitglieder sahen die Lage etwas düsterer. Klar feststellbar sei eine Zweiteilung des Landkreises. Die Mieten seien im Altlandkreis Schongau tatsächlich günstiger als im Weilheimer Raum, aber „wir müssen aufpassen, dass wir nicht zum sozialen Abstellgleis werden“, hieß es.

Zuschüsse für Vereine

Der »Werbegemeinschaft Altstadt Schongau e. V.« wurde der beantragte Zuschuss von 5 000 € gewährt. Der von »Schongau belebt e. V.« beantragte jährliche Zuschuss wurde ohne Zweckbindung von 500 € sogar auf 1 000 € erhöht, weil sich Räte aus der SPD & CSU in seltsamer Weise spontan dafür stark machten. Die Abstimmung fiel allerdings mit 12 zu 11 knapp aus. UWV-Sprecher Stefan Hild beurteilte diese Verdoppelung eher kritisch und sah darin bereits ein Geschenk im Vorfeld der Kommunalwahlen.

Taubenfütterungsverbotsverordnung

Aufgrund einiger Beschwerden wurde die Verordnung mit zwei Gegenstimmen erlassen. Der Vorschlag, das Verbot auch auf die Fütterung von Wasservögeln auszuweiten, stieß mehrheitlich auf taube Ohren.

Sigi Müller, Schongau

Wer hält sich eigentlich noch an Regeln?

Kommentar von Sigi Müller

Wir können Verordnungen machen, so viele wir wollen. Aber wenn es keine Kontrollen und Sanktionen gibt, könnten wir auch darauf verzichten.

Ich bin ja eher selten mit dem Auto unterwegs. Aber wenn ich auf der Marktoberdorfer Straße mit Tempo 40 (vorgegebene Höchstgeschwindigkeit!) vom Schongauer Westen den Berg runter in Richtung Innenstadt fahre, werde ich fast immer von Autos eingeholt und manchmal durch ganz nahes Heranfahren zum Schnellerfahren gedrängt.

Im Landsberger Wildpark habe ich unmittelbar neben diesem Schild mehrere Leute gesehen, die mit Vergnügen Wildschweine mit ihren mitgebrachten Brotstückchen gefüttert haben.

Zwei Beispiele von vielen! – Wenn ich die telefonierenden Frauen/Männer am Steuer noch dazunehme, die mir als Fußgänger auffallen, könnte ich fast täglich was schreiben. Aber das wäre wohl exzessive »Gängelung«!

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