Schongau: Vermögensschaden ja oder nein?

Am 7. Januar dieses Jahres erhielt die Zeitung OHA einen vierseitigen anonymen Brief, der sehr detailliert beschriebene Vorwürfe enthält. Einfach in den Papierkorb schmeißen wollten wir damals das Schreiben einer angeblichen »Mitarbeiterin im Rathaus« nicht, auch wenn aus den Reihen abwiegelnder Kreise des Öfteren zu hören war, das Ganze sei „nur Mist“ und „völlig abwegig“.

Im Brief wird behauptet, dass der Stadt Schongau aufgrund einer falschen Eingruppierung ein „Verlust von über 300 000 Euro“ entstanden sei. Uns ist bekannt, dass inzwischen ver­schiedene Mandatsträger, Personen und Organisationen diesen Brief erhalten haben. Eine öffentliche Stellungnahme vom Bürgermeister gibt es dazu bisher nicht.

Schongauer Bürger, die diesen Brief zufällig gelesen haben, wollten von mir als Stadtratsmitglied u. a. Folgendes wissen:

„Herr Müller, stimmt es, dass seit vielen Jahren Gelder der Stadt Schongau veruntreut wurden, wie diese angebliche Mitarbeiterin behauptet?“

„Herr Müller, hat sich der Stadtrat eigentlich mit dieser Angelegenheit befasst?“

„Herr Müller, warum liest man über sowas gar nichts in der Zeitung?“

„Herr Müller, das kann doch gar nicht sein, was da drin steht. Das wäre doch sicher jemandem aufgefallen, dass da was nicht in Ordnung ist.“

Von meiner Seite gab es dazu nur Schweigen, denn selbst wenn ich etwas darüber wüsste, dürfte ich nichts dazu sagen.

Siegfried Müller, OHA-Redaktion

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