Natürlich Gemeinsam: Naturmedizin & Schulmedizin

GESUNDHEIT AKTIV e. V., NATUR UND MEDIZIN e. V. und der KNEIPP-BUND starten
Initiative für ein Miteinander von Naturmedizin und Schulmedizin

Neue Perspektiven für eine integrative Medizin der Zukunft

Die Behandlung mit Naturheilmethoden wird in Deutschland nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Traditionelle Chinesische oder Ayurvedische Medizin, Homöopathie, Phytotherapie, Anthroposophische Medizin oder eine Behandlung nach Kneipp können sich nur diejenigen leisten, die das selbst bezahlen können.

Die Gesundheitsbewegung »weil’s hilft!« will das ändern und fordert die rechtliche Gleichstellung von Natur- und Schulmedizin in den Bereichen Erstattung, Forschung und Lehre.

Getragen wird die Bewegung von den Gesundheits- und Patientenorganisationen KNEIPP-BUND e. V., GESUNDHEIT AKTIV e. V. und NATUR UND MEDIZIN e. V., weitere Bündnispartner und Unterstützer haben sich angeschlossen. Gemeinsam vertreten sie schon jetzt mehr als 200 000 Menschen, die sich für das Miteinander von Natur- und Schulmedizin im deutschen Gesundheitssystem einsetzen.

KNEIPP-BUND

„Studien zeigen seit vielen Jahren: Im Falle einer Erkrankung wünscht sich eine deutliche Mehrheit der Deutschen eine schulmedizinische Behandlung ebenso wie natürliche Heilverfahren[1] – die Menschen werden aber in ihrer klaren Präferenz von der Gesundheitspolitik nicht gehört und müssen im Versorgungsalltag vielfältige, vor allem finanzielle Benachteiligungen hinnehmen“, fasst Thomas Hilzensauer, Bundesgeschäftsführer des KNEIPP-BUNDES die aktuelle Situation zusammen.

GESUNDHEIT AKTIV

„Wir räumen mit Vorurteilen auf, stellen Fragen, recherchieren fundierte Antworten, stoßen gesellschaftliche Dialoge an und fordern die Gleichstellung von Natur- und Schulmedizin im deutschen Gesundheitssystem“, erläutert Dr. Stefan Schmidt-Troschke, Geschäftsführender Vorstand des Bürger- und Patientenvereins GESUNDHEIT AKTIV die Ziele der Bewegung.

NATUR UND MEDIZIN

Erfahrung und wissenschaftliche Studien zeigen: Naturmedizinische Ansätze und schulmedizinische Therapien schließen ein­ander nicht aus, sondern ergänzen und verstärken sich gegenseitig. „Unser Gesundheitswesen steht vor großen Herausforderungen, die die Schulmedizin allein nicht bewältigen kann: Mangelhaft verankerte Prävention oder der Umgang mit den immer häufiger diagnostizierten chronischen Erkrankungen sind zwei besonders offensichtliche Beispiele“, sagt Dr. Dorothee Schimpf, Geschäftsführerin der Fördergemeinschaft NATUR UND MEDIZIN. „Durch ein Hand in Hand von Natur- und Schulmedizin entstehen neue Perspektiven für eine integrative Medizin der Zukunft: ohne Scheuklappen, ganzheitlich, empathisch und durch wissenschaftliche Studien untermauert.“

Die konkreten Forderungen lauten:

  • Die Kosten klassischer Naturheilverfahren (zum Beispiel nach Kneipp), der »besonderen Therapierichtungen« (Phytotherapie, Anthroposophische Medizin, Homöopathie) sowie bewährter traditioneller Medizinsysteme wie z. B. der Chinesischen oder Ayurvedischen Medizin müssen durch die gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden.
  • Öffentliche Forschungsgelder müssen verstärkt auch zur Erforschung komplementärer und naturheilkundlicher Therapieverfahren bereitgestellt werden, z. B. durch Gründung eines aus Bundesmitteln finanzierten unabhängigen Instituts zur Evaluation dieser Verfahren.
  • Anerkannte Verfahren der Naturmedizin müssen systematisch und verbindlich sowie inhaltlich und qualitativ hochwertig Teil der Ausbildungsordnungen für alle Gesundheits- und Heilberufe sein.

Initiative zum Mitmachen:

Wer die Initiative unterstützen will, kann dies auf vielfältige Weise tun. Hier nur einige der aufgeführten Beispiele:

  • Als Kampagnen-Botschafter Aktionsmaterialien anfordern und z. B. in Praxen von Ärzten und Therapeuten, Apotheken, Bioläden, Nachbarschaftszentren, Vereinen, Yoga-Studios und anderen öffentlichen Orten auslegen.
  • Wahlkreisabgeordnete nach ihrer Einstellung zur Naturmedizin befragen.
  • Auf tendenziöse Medienberichterstattung gegen Naturmedizin mit Leserbriefen antworten.

Das Bündnis ist unabhängig von Industrie oder Interessensverbänden und finanziert sich ausschließlich über Spenden.

Zusammenfassung: Renate Müller

Ausführliche Informationen zu weil’s hilft! und den Initiatoren unter: www.weils-hilft.de



Quellenangaben / Hinweise
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  1. Zum Beispiel Studie von Kantar TNS 2018: 75 Prozent der Deutschen wünschen sich das Miteinander von Schulmedizin und Naturmedizin: https://www.carstens-stiftung.de/artikel/aktuelle-studie-deutsche-wuenschen-sich-ein-miteinander-von-schulmedizin-und-ergaenzenden-therapien.html.

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