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Jun 30 2017

Unvergessen in Huglfing – der Kunstmaler Michael Groll

Über 150 Besucher bei der Ausstellung

In der Ortschronik von Huglfing aus dem Jahr 2005 ist Michael Groll (*1905 †1992), Kunstmaler in Huglfing erwähnt. Er malte Häuser aus Huglfing und Landschaften aus der näheren Umgebung wie auch aus Italien und war vielseitig künstlerisch tätig.

Foto: Groll Gemälde

Das »Kretzhans-Anwesen«, im Bild oben, malte Michael Groll in mehreren Varianten – dort steht inzwischen ein Mehrfamilien-Wohnhaus. (Foto: Bernhard Maier)

Die Idee zur Ausstellung einiger seiner Werke entstand, als Herr Walther aus Ohlstadt (er hat einige Gemälde von Groll) über die Gemeinde Huglfing Informationen über den Verfasser der Ortschronik erhielt und zur Familie Furtmayr kam. Wie die Tochter von Groll bemerkte, kam die Ausstellung genau zum 25. Todestag ihres Vaters.

Die Ausstellung am Palmsonntagwochenende war ein großer Erfolg und brachte an beiden Tagen zusammen mindestens 150 Besucher. Das Echo war sehr gut, weil die Ausstellung nicht nur Bilder gezeigt hat, sondern ein buntes Bild vom M. Groll vermittelt hat, z. B. durch seine Geschichterl.

Eine gelungene, weil nicht zu erwartende Überraschung, war der Besuch der Tochter von Groll mit Familie aus München. Kurz vor Beginn der Ausstellung kamen sie im Pfarrhof an. Das war eine unglaubliche Bereicherung für Frau Furtmayr, die den Lebenslauf des Künstlers vortrug, und auch für die Familie, weil der Vater posthum zu Ehren kam. Ein berührender Nachmittag für die Familie und auch für die Mitglieder im Arbeitskreis Geschichte und Kultur.

Der Lebenslauf des Künstlers

Von 1925 bis 1928 studierte Groll fünf Semester an der Kunstschule Augsburg, danach bis 1934 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München. Wohnhaft war er vor 1939 in München-Maxvorstadt, ab 1941 in Huglfing, Haus Nr. 61. Von 1945 bis 1951 arbeitete er bei der Firma Liebermann in Oberhausen als Maler für Maskenentwürfe. Im Oktober 1951 Wegzug von Huglfing nach Essen zu den Eltern seiner zweiten Ehefrau. Umzug 1952 nach München, nach dem Abbruch des Wohnhauses in München-Lehel zog er nach München-Fürstenried. Dort wohnte er bis zu seinem Tod.

Künstlerische Tätigkeiten

1963 Große Kunstausstellung im Haus der Kunst in München, Bewerbungen für große Kunstausstellungen 1962, 1964, 1969. Mitgliedschaften in der Münchener Künstlergenossenschaft von 1962 bis mind. 1969, beim Verband der Bildenden Künstler nach dem Studium bis zum Tod.

Bernhard Maier
Mitglied im Arbeitskreis Geschichte/Kultur
Verfasser der Ortschronik Huglfing

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